
Im BG Porcia Spittal an der Drau wird zwischen 26. und 30. April der 47. Bundesmeister der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball ermittelt. Kärnten ist als gastgebendes Bundesland mit zwei Teams vertreten. Neben dem Landessieger, dem BG Tanzenberg, ist auch der aktuelle Vizemeister, das BRG Viktring, am Start.
Alle Matches werden im BG Porcia Spittal an der Drau ausgetragen und sind darüber hinaus auch im Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball YouTube Kanal live zu sehen. Das große Finale steht am 30. April ab 10.30 Uhr am Programm und wird ebenfalls live übertragen.
Neuer Spielmodus ist ein Erfolgsmodell
Bei der 47. Bundesmeisterschaft der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball wird zum dritten Mal im Modus Vier-gegen-Vier gespielt. 2024 wurde vom Sechs-gegen-Sechs umgestellt.
Die Änderung ist ein echtes Erfolgsmodell und sorgt zum zweiten Mal in Folge für eine deutliche Steigerung der teilnehmenden Schulen (2024: 270, 2025: 312, 2026: 337, Anm.). Die Zahl der teilnehmenden Teams liegt noch viel höher. Seit 2024 dürfen Schulen mehrere Teams nennen.
Fünf neue Schulen und ein Rekordsieger am Start
In den vergangenen Wochen und Monaten wurden in den Bundesländern die Landesmeisterschaften ausgetragen. Bei der Bundesmeisterschaft der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball sind traditionell zehn Schulen im Einsatz. Das Gastgeberbundesland darf zwei Teams entsenden.
Im Teilnehmerfeld findet sich mit der SMS Eisenerz zwar nur eine Schule, die zuvor bereits eine Bundesmeisterschaft gewonnen hat. Die Steirerinnen sind in der Geschichte der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball mit acht Bundessiegen allerdings der alleinige Rekordhalter.
Höchst spannend ist der Umstand, dass gleich fünf Schulen erstmals an der Bundesmeisterschaft teilnehmen werden: das GRG16 Maroltingergasse (W), das BG Tanzenberg (K), die MS Lauriacum Enns (OÖ), die SMS Hof (S) und das BG Hollabrunn (NÖ).
Mit der SMS Güssing (B) und dem BRG Viktring (K) sind nur zwei Schulen am Start, die auch bei der letztjährigen Bundesmeisterschaft in Güssing dabei waren.
Die Landessieger aus Tirol (SMS Wörgl) und Vorarlberg (SMS Nüziders) sind nach längerer Absenz (2017 bzw. 2015, Anm.) wieder qualifiziert.
Ausgerechnet vor der Heimbundesmeisterschaft krönte sich das BG Tanzenberg erstmals zum Kärntner Landessieger. Im Landesfinale gewannen die Tanzenbergerinnen gegen den letztjährigen Sieger, das BRG Viktring. Für das BRG Viktring ist es nach 1979 und 2025 die dritte Teilnahme an der Bundesmeisterschaft. Mit dem dritten und vierten Platz waren beide bislang sehr erfolgreich.
Im Burgenland hat sich die SMS Güssing zum zweiten Mal in Folge zum Landessieger gekrönt. Bei der Heim-Bundesmeisterschaft im vergangenen Jahr belegten die Güssingerinnen den neunten Platz. 2006 waren sie schon einmal als burgenländischer Vertreter bei einer Bundesmeisterschaft in Kärnten dabei und holten damals den sechsten Platz. 2007 und 2008 folgte die Silber- und Bronzemedaille.
Im oberösterreichischen Landesfinale jubelte die MS Lauriacum Enns erstmals über den Titelgewinn. Die Ennserinnen konnte das Ticket für die Bundesmeisterschaft mit einem 2:0-Finalerfolg gegen die MS Schwertberg lösen. Mit fünf Bundesmeistertiteln ist Oberösterreich gemeinsam mit Niederösterreich das dritterfolgreichste Bundesland der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball Geschichte.
In dieser Kategorie liegt die Steiermark weiterhin mit Respektabstand voran. Mit 15 Bundessiegen gingen fast ein Drittel der Titelgewinne an steirischen Schulen. Allein die SMS Eisenerz gewann achtmal den Titel. Der letzte Bundessieg gelang 2017 in Linz.
Nach zwei Jahren Unterbrechung sind die Eisenerzerinnen in Spittal an der Drau wieder bei der Bundesmeisterschaft dabei. Sie dürfen getrost als Kärnten-Speziallisten bezeichnet werden. Mit Ausnahme der allerersten Bundesmeisterschaft in Kärnten (1982, Wolfsberg, Anm.) waren sie immer am Start. 1990 holten sie in St. Veit an der Glan den ersten Bundessieg. Sieben Jahre später in Spittal an der Drau die Silbermedaille. Darüber hinaus gelang 2006 in Klagenfurt die Bronze- und 2015 in Bleiburg die Silbermedaille.
Im Gegensatz zur Steiermark durfte Salzburg noch nie über einen Bundessieg jubeln. Zwar standen Salzburger Schulen schon fünfmal im großen Finale. Der Titel ging aber stets an andere Bundesländer. In Kärnten lief es für die Salzburger Teams bei Bundesmeisterschaften bislang nicht gut. Der siebte Platz war die beste Platzierung.
Grund genug, für die SMS Hof in diesem Jahr aufzeigen. Nach einem Finalsieg gegen Saalfelden ist die SMS Hof erstmals bei der Bundesmeisterschaft vertreten.
Das gleiche gilt auch für das BG Hollabrunn. Im niederösterreichischen Landesfinale konnten sich die Hollabrunnerinnen knapp gegen das BRG Korneuburg durchsetzen. Mit dem BRG Purkersdorf und dem BG Zwettl holte Niederösterreich bei der Bundesmeisterschaft zuletzt zweimal in Folge eine Medaille (Bronze bzw. Silber, Anm.). Der letzte von insgesamt fünf niederösterreichischen Bundessiegen ist dagegen wesentlich länger her. Zwischen 1979 und 1983 gewann die HS Guntramsdorf fünf Mal in Folge den Titel.
Wien, achtfacher Bundessieger, durfte zuletzt 2012 und 2013 eine Goldmedaille bejubeln. Im Wiener Landesfinale gab es heuer einen neuen Sieger. Das GRG 16 Maroltingergasse setzte sich im Endspiel gegen den letztjährigen Dritten der Bundesmeisterschaft, das pRgORG 3 Komensky, durch.
Comebacks bei der Bundesmeisterschaft feiern in diesem Jahr die Vertreter aus Tirol und Vorarlberg. Für die SMS Wörglaus Tirol ist es nach 2017 erst die zweite Teilnahme an einer Bundesmeisterschaft. Ausgerechnet 2015, im Jahr der letzten Bundesmeisterschaft in Kärnten, krönte sich die SMS Nüziders zuletzt zum Vorarlberger Landessieger und eroberte damals den starken vierten Platz.
Sparkasse-Schülerinnenliga Geschäftsführer Nemec: „Vielfältiges Teilnehmerinnenfeld verspricht viel Spannung“
Der Geschäftsführer Volleyball der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball, Reinhard Nemec, freut sich auf einen großartigen Bewerb: „2015 hat die NMS Brückl in Bleiburg den Heimvorteil perfekt ausgenützt und sich zum Bundessieger gekrönt. Vielleicht gelingt dieses Kunststück diesmal wieder. Das vielfältige Teilnehmerinnenfeld mit insgesamt fünf neuen Landessiegern verspricht in jedem Fall viel Spannung. Das Organisationsteam rund um Martin Krautgartner hat bereits hervorragende Vorarbeit geleistet. Das wird eine weitere tolle Bundesmeisterschaft.“.
Neben den sportlichen Aktivitäten hat die Bundesmeisterschaft traditionell auch ein buntes Rahmenprogramm zu bieten. Aufgrund der Überschneidung mit dem 1. Mai startet die Bundesmeisterschaft einen Tag früher als gewohnt und endet bereits am Donnerstag.
Teilnehmer der 47. Bundesmeisterschaft
Kärnten: BG Tanzenberg (1), BRG Viktring Klagenfurt (2)
Burgenland: SMS Güssing
Niederösterreich: BG Hollabrunn
Wien: GRG 16 Maroltingergasse
Steiermark: SMS Eisenerz
Oberösterreich: MS Lauriacum Enns
Salzburg: SMS Hof
Tirol: SMS Wörgl
Vorarlberg: SMS Nüziders
Turniermodus
Die Gruppenauslosung findet am 26. April beim Eröffnungsabend der Bundesmeisterschaft statt. Die Mannschaften werden in zwei Fünfergruppen gelost, wobei die beiden Teams aus dem Burgenland auseinandergesetzt werden. Innerhalb der Gruppe spielt jeder einmal gegen jeden. Die Gruppenspiele werden nach zwei Tagen abgeschlossen.
Die beiden Gruppensieger stehen direkt im Halbfinale. Die zweit- und drittplatzierten Teams bestreiten das Viertelfinale. Im Halbfinale treffen die Viertelfinal-Sieger auf die beiden Gruppenersten und ermitteln die Finalisten. Die Verlierer der Viertelfinalspiele spielen um Platz fünf, die Viert- und Fünftplatzierten beider Gruppen um die Plätze 7 und 9.
Alle Spiele werden auf zwei gewonnene Sätze gespielt. Die Sätze werden auf 25 Punkte mit 2 Punkten Unterschied, ein möglicher Entscheidungssatz wird bis 15 ebenfalls mit 2 Punkten Unterschied gespielt. Alle Spiele finden im BG Porcia Spittal an der Drau statt.
Spielplan
So, 26.04.: Eröffnung und Auslosung, 19:15 Uhr
Mo, 27.04./Di, 28.04.: Gruppenspiele auf zwei Feldern, Spielbeginn 9:00 Uhr
Mi, 29.04.: Kreuz- und Platzierungsspiele, ab 9:00 Uhr
Do, 30.04.: Kleines Finale, 9:00 Uhr, Großes Finale 10.30 Uhr, anschließend Siegerehrung