
Spittal an der Drau, 29. April 2026 | Im 47. Bundesfinale der Sparkasse-Schülerinnenliga Volleyball treffen am Donnerstag (10.30 Uhr) im BG Porcia Spittal an der Drau die MS Lauriacum Enns und die SMS Wörgl aufeinander.
Nach der Vorrunde standen zwei Teams als Gruppensieger mit vier Siegen direkt im Halbfinale: das BG Hollabrunn (NÖ) und die SMS Eisenerz (ST). Ihre Halbfinalgegner wurden Mittwochfrüh ermittelt.
Die SMS Wörgl (T) konnte sich nach hartem Kampf gegen das BG Tanzenberg (K1) durchsetzen. Im zweiten Viertelfinale behielt die MS Lauriacum Enns (OÖ) gegen die SMS Hof (S) die Oberhand.
Die beiden Halbfinalduelle entwickelten sich zu hochklassigen Matches. Kurioserweise konnten in beiden Begegnungen die „schlechter gesetzten“ Teams gewinnen und die zuvor ungeschlagenen Teams besiegen.
Die MS Lauriacum Enns (OÖ) schaffte gegen das BG Hollabrunn (NÖ) mit dem knappen Gewinn des ersten Satzes (27:25) eine Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang konnten die Nieder- mit den Oberösterreicherinnen nicht mehr mithalten und verloren klar (12:25).
Erst im Tie-Break entschieden, wurde das zweite Halbfinale. Die SMS Wörgl (T) fand gegen die SMS Eisenerz (ST) im Auftaktsatz überhaupt nicht ins Spiel und geriet rasch in Rückstand (13:25). Ab dem zweiten Durchgang präsentierten sich die Tiroler wie ausgewechselt und schafften nach hartem Kampf den Ausgleich (26:24). Im Entscheidungssatz gaben die Wörglerinnen wieder den Ton an und erspielten sich einen kleinen Vorsprung. Mit dem 15:12-Satzerfolg fixierten sie die Finalteilnahme.
Für die MS Lauriacum Enns ist die Finalteilnahme ein herausragender Erfolg. Die Oberösterreicherinnen schafften das Kunststück sich bei der allerersten Bundesmeisterschaftsteilnahme direkt für das Endspiel zu qualifizieren. Oberösterreich hat bislang fünf Bundesmeistertitel gewonnen, zuletzt 2011 in Bad Gastein (Georg von Peuerbach-Gymnasium, Anm.). Die letzte oberösterreichische Finalteilnahme endete für die Linzerinnen 2024 mit der Silbermedaille.
Die SMS Wörgl war zufälligerweise genau in Oberösterreich das bisher einzige Mal bei einer Bundesmeisterschaft vertreten und belegte 2017 in Linz den achten Platz. Für Tirol würde ein Endspielerfolg den fünften Bundesmeistertitel bedeuten. Die letzte Goldmedaille schaffte die HS Volders vor 20 Jahren ausgerechnet bei der Bundesmeisterschaft in Klagenfurt. Die letzte Tiroler Medaille holte die MS Neustift 2022 in Mittersill.
Vor dem großen Finale wird am Freitag am 09.00 Uhr die Bronzemedaille ausgespielt. Hier stehen sich das BG Hollabrunn (NÖ) und die SMS Eisenerz (ST) gegenüber.
Alle weiteren Platzierungen wurden bereits am Donnerstag ermittelt. Der fünfte Platz ging an den Kärntner Landessieger, das BG Tanzenberg, der sich im Tie-Break gegen die SMS Hof (S) behaupten konnte. Im Ost-West-Duell um den siebten Platz setzte sich die SMS Nüziders (V) gegen das GRG 16 Maroltingergasse (W) in zwei Sätzen durch. Das BG Viktring (K2) sicherte sich mit einem 2:0-Erfolg gegen die SMS Güssing (B) den neunten Platz.
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